„Welt retten“ für Anfänger

„Welt retten“ für Anfänger

Nachhaltigkeit. Überall liest man dieses Wort. Und spätestens seit der „Fridays For Future“-Bewegung ist das Thema auch in den meisten Köpfen angekommen. Doch wie lässt sich Nachhaltigkeit im Familienleben umsetzen? Also wir machen das so:

1.Wir haben kein Auto.

Das hat – zugegeben – auch finanzielle Gründe und ist wahrscheinlich auch nur umsetzbar wenn man – wie wir – in der Stadt wohnt. Wir haben ein gut ausgebautes Straßenbahnnetz und besitzen alle vier ein Monatsticket. Das ist nicht gerade günstig, aber immer noch günstiger als ein eigenes Auto zu unterhalten. Kleinere Wege werden mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt (da spart man sich dann auch gleich noch das Fitnessstudio ;-)).

2.Wir essen sehr wenig Fleisch.

Das hat sich im Laufe der Jahre langsam so ergeben. Wenn es der Geldbeutel zulässt, kaufen wir Bio-Fleisch und -Wurstwaren. Das ist aber nicht immer drin. Also wird häufiger einfach vegetarisch gekocht.

3.Wir versuchen Plastikmüll zu vermeiden.

Das ist allerdings gar nicht so einfach. Als vierköpfige Familie mit mittlerem Einkommen macht es nun mal einen Unterschied ob ich 0,50 € für 500g Nudeln in einer Plastiktüte oder 1,99 € für 500g unverpackte Nudeln kaufe. Das gleiche erlebe ich oft bei Obst und Gemüse. Ich muss sagen, dass ich viel lieber lose Ware kaufen würde, mir dies aber häufig schlichtweg zu teuer ist. Hier ist eindeutig die Politik gefragt daran etwas zu ändern. Ein generelles Plastikverbot für Obst und Gemüse wäre da z.B. ein guter Anfang.

Zucchini, Gurken, Tomaten und Kohlrabi … bauen wir seit diesem Jahr bei uns im Garten selbst an. Das geht übrigens auch auf dem Balkon in einem großen Topf oder Blumenkasten.

Auch bei der Körperhygiene kann man Plastik einsparen. Seit kurzem sind wir auf Bambus-Zahnbürsten umgestiegen. Die müssen zwar auch über den normalen Hausmüll entsorgt werden, verrotten aber irgendwann einfach und zum Duschen benutze ich seit einiger Zeit Seife am Stück.

4.Wir kaufen so gut wie keine neue Kleidung.

Fast alles was wir an Kleidung benötigen, kaufe ich entweder gebraucht oder tausche es auf Kleidertauschparties. Das klappt erstaunlich gut. Ich habe noch nie so wenig Geld für Kleidung ausgegeben. Tatsächlich lohnt es sich auch hier und da mal defekte Kleidungsstücke beim Schneider um die Ecke reparieren zu lassen oder selbst Hand anzulegen. Schuhe für die Kinder kaufe ich im Laden, allerdings werden diese zum Schuster gebracht wenn sie kaputt sind und nicht bei der kleinsten Kleinigkeit entsorgt. Für mich selbst habe ich allerdings auch schon Schuhe auf Kleidertauschparties oder Flohmarktportalen im Netz gefunden. Manchmal hat man da echt Glück.

5.Wir fliegen nicht.

Gott sei Dank können wir uns das auch gar nicht leisten. 😉 Ich sage es mal so: anstatt eine große Flugreise zu machen, fahren wir lieber zweimal pro Jahr in den Urlaub und nutzen dabei öffentliche Verkehrsmittel wie z.B. die Bahn. Deutschland und die angrenzenden Nachbarländer haben ja auch schöne Ecken.

Ihr seht, auch als Familie kann man einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Welt für die Zukunft unserer Kinder zu erhalten. Wie steht Ihr denn zum Thema „Nachhaltigkeit“? Findet Ihr es eher einfach oder schwierig als Familie nachhaltig zu leben? Ich freue mich wenn Ihr Eure Erfahrungen mit mir teilt.

 

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