Oh, Du Stressige!

Oh, Du Stressige!

Es ist mal wieder soweit. Der Kalender trägt sein letztes Blatt und das Weihnachtsfest rückt jeden Tag ein bisschen näher. Und je näher es rückt, desto verzweifelter werde ich. Was soll ich bloß in diesem Jahr verschenken? Vielleicht etwas selbst gemachtes? Oh ja, eine tolle Idee! Aber…wann mache ich das? Schaffe ich das überhaupt noch rechtzeitig? Und was schenke ich wem?

Die Geschenke für die Kinder stellen kein größeres Problem dar. Gott sei Dank haben sie ihren Wunschzettel für dieses Jahr bereits am 27.12. des Vorjahres schriftlich festgehalten, getreu dem Motto: „NACH Weihnachten ist VOR Weihnachten“. Der Zettel wird dann einfach im Laufe des Jahres gefühlte hundert Mal überarbeitet und die finale Fassung dann Anfang Oktober ans Christkind geschickt. Man kann ja nicht früh genug dran sein mit der „Bestellung“! Es gibt schließlich verdammt viele Kinder und vor Weihnachten kommt es ja auch oft zu Lieferengpässen!

Die Geschenke für die Familie sind jedoch wie immer eine Herausforderung. Vor ein paar Jahren habe ich mal angeregt, diese abzuschaffen und nur noch Kleinigkeiten untereinander zu verschenken. Leider konnte ich diese Tradition nicht etablieren, weil einige Familienmitglieder anscheinend einfach viel zu gerne Geschenke kaufend durch bis zum Bersten gefüllte Innenstädte laufen…um sich danach darüber zu beschweren. 🙂

Und jedes Jahr denke ich: Wieso stresse ich mich eigentlich schon wieder so? Ich hatte mir doch fest vorgenommen, es diesmal anders zu machen. Im Grunde soll Schenken doch vor allem Spaß machen. Man zieht los und sucht irgendetwas aus von dem man glaubt, dass es zu der zu beschenkenden Person passt. Dass man damit nicht immer ins Schwarze trifft, ist doch im Grunde total pupsegal!

Zu mir zum Beispiel passen Handtücher mit Weihnachtsmotiven…offensichtlich. Zumindest habe ich vorletztes Jahr solche zu Weihnachten bekommen. Ich meine Weihnachtsdeko ist ja prinzipiell genau mein Ding, aber die Idee das Badezimmer zu dekorieren war mir bis dato noch nicht gekommen. Durch das Geschenk entstand jedoch die Notwendigkeit, zumindest darüber nachzudenken. Irgendwo mussten die knallroten, mit Rentieren bestickten Frottee-Ungetüme ja hin. Also kam unser Bad zum allerersten Mal in den Genuss eines weihnachtlichen Ambientes. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich mich morgens anders fühle als sonst wenn ich mein Gesicht mit einem Rentier-Handtuch abtrockne, aber ich weiß, dass die Schenkerin sich freut wie ein Schnitzel wenn sie erfährt, dass die Handtücher in regem Gebrauch sind. Und das ist es doch was zählt.

Dieses Jahr ist der Geist der Weihnacht sogar in unserem stillen Örtchen angekommen. Auf dem Spülkasten unserer Toilette steht ein Holzengel, der auf einem kleinen Schild jedem Besucher eine „Frohe Wiehnacht“ wünscht. (Nein, das ist kein Buchstaben-Dreher, der Mann ist ein gebürtiges Nordlicht :-)) Auf andere Dekoartikel, speziell solche mit offenem Feuer, habe ich in unserer Nasszelle allerdings bewusst verzichtet. Obwohl…Löschwasser wäre ja vorhanden…;-)

Ich jedenfalls werde in diesem Jahr – gegen alle Widerstände und völlig stressfrei – basteln, nähen und Marmelade kochen…(was zugegeben jetzt schon irgendwie stressig klingt, aber das blende ich mal ganz geschickt aus). In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eine besinnliche und möglichst stressarme Adventszeit! 🙂

 

Dieser Text ist ebenfalls erschienen auf Eltern

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